HOW TO RAINBOW SIX SIEGE | Part One - Kommunikation

Antworten
Benutzeravatar
Taker
Zivi
Zivi
Beiträge: 120
Registriert: Sa 3. Feb 2018, 17:21
Wohnort: Sachsen-Anhalt

Sa 19. Mai 2018, 20:46

Bild

Die Kommunikation
In einem taktik- und squadbasierten Shooter ist eine gute Kommunikation unabdingbar für ein erfolgreiches Gameplay. Dennoch gibt es niemals eine perfekte Absprache zwischen den Spielern.
Derzeit gibt es kein anderes Spiel auf dem aktuellen Markt, welches so sehr von einer guten wie auch schlechten Kommunikation profitieren kann, wie Rainbow Six Siege, deshalb ist dieser beabsichtigte Part des Spiels elementar wichtig für ein siegorientiertes Spielen.

Die sogenannten “CallOuts” - zu deutsch Ausrufe - sind essentiell wichtig für ein Team von Spielern, da so die Weitergabe von relevanten Informationen ermöglicht wird.
Angefangen bei der Positionsangabe von Gegnern, Drohnen oder anderen wichtigen Bezugspunkten, bis hin zu eventuellen Lücken in der Verteidigung eines Spots.
Stellt sich die Qualität der CallOuts als schlecht bis ungünstig heraus, kann das Team noch so stark sein und wird dennoch eine, wenn nicht sogar die größte Schwachstelle in ihrem Auftreten preisgeben, was ihnen dann letztendlich in einer Niederlage zum Verhängnis wird.

Als Beispiel haben wir ein 2:1 “Faceing” - sprich einer Begegnung zwischen einem Spieler, gegen zwei andere im gleichen Moment. Sollten zwei Spieler gemeinsam in einer kurzen, fast synchronen Zeitspanne einen einzelnen Gegner pushen (attackieren, stürmen), ist es für ihn fast unmöglich siegreich aus dieser Situation herauszugehen, da er sich kaum auf zwei Seiten beziehungsweise Gegner gleichzeitig konzentrieren kann. Somit erschaffen sich die zwei Spieler einen direkten Vorteil, einzig und allein durch gut koordinierte Absprache, der Kommunikation und dem richtigen “Callen”.


Elemente der Kommunikation


1. Kurz und gebündelt
2. Wortwahl und Aussprache
3. Richtiger Zeitpunkt
4. Zielorientiertes Callen
5. Ruhiges Callen
6. Zusatz: Team-Flow


1. Kurz und gebündelt
Zu viele Worte kosten Zeit, das ist Fakt. Da Zeit kostbar ist, steht diese einem in vielen Situationen des Spiels nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Zudem benötigt unser Gehirn für viele aufeinanderfolgende Worte mehr Zeit zur Verarbeitung und kann somit erst später reagieren. Des Weiteren sind die Teammates (Mitspieler) während eines Calls darauf konzentriert, was der Kollege zu sagen hat und können ihr Hauptaugenmerk nicht mehr zu 100% auf ihre Situation legen. Zudem ist das Hören eingeschränkt, womit eine sehr wichtige Informationsquelle für einen kurzen Zeitraum eher weniger von Nutzen ist.

Als Beispiel: eine Ash, welche einen Winkel sehr dicht am Spot hält, ist maßgeblich darauf angewiesen in ihrer unmittelbaren Umgebung etwas zu hören, zwecks der Orientierung und der Erkennung von potentiellen Gefahren.

Indem man ganze Sätze zur Kommunikation nutzt, oder eine vielzahl an Wörtern, erhöht sich im Umkehrschluss die Zeitspanne, bis die Teammates wieder etwas wahrnehmen können. Dabei wird die Situation von unserem Beispiel mit Ash sehr unangenehm und eventuell sogar gefährlich, da sie weder Gegner in ihrer Nähe orten kann, noch herannahende Spielzüge erkennen kann. Somit entfällt ihr eine Informationsquelle, um situationsbedingt reagieren zu können, sie ist im Nachteil und gegebenenfalls ausgeliefert, quasi für einen Augenblick blind.
Deshalb sollte man sich bewusst sein, dass bei einem Call 5 Spieler nichts hören und damit anfällig für einen Flank oder Push der Gegner sind.

2. Wortwahl und Aussprache
Die Wortwahl sowie Aussprache ist entscheidend bei einer guten Kommunikation. Eine nicht korrekt ausgesprochene Positionsangabe, welche eventuell sogar noch falsch, zu leise oder undeutlich weitergegeben wurde, ist potentiell gefährlich und behindert das eigene Team mehr, als das es ihm von Nutzen sein könnte. Daher ist die richtige Wortwahl und eine deutliche Aussprache maßgebend für zum Beispiel einen effektiven Push oder einen anderen Spielzug.

Niemandem ist geholfen wenn folgender Call kommt: “Gegner auf Ebene 2 des Gebäudes, steht in der linken Tür und zielt des Hallway hinunter”.
Ein Beispiel wie es richtig geht: “Jäger Armory”. Aber das sind doch nur 2 Worte? Ja genau! Mehr bedarf es auch gar nicht wenn der Call zum richtigen Zeitpunkt kommt.
Kommt der Call: “Jäger ist oben und steht in der Armory Tür auf der linken Seite und zielt der Flur runter” könnte das fatale Folgen für das Team haben. Das Gehirn ist erst einmal beschäftigt herauszufinden wo der Gegner denn nun ist und versucht sich das gegebenenfalls bildlich vorzustellen, das ist wichtige Zeit die verstreicht. Des Weiteren hört das Team in dieser Zeit nichts, wie bereits erläutert. Zudem können in dieser Zeit auch keine weiteren eventuell sogar wichtigeren Calls von Teammates durchkommen. Unruhe fließt in das Spiel.
Die Wortwahl ist absolut kontraproduktiv für den darauf reagierenden Spieler. Dieser verlässt sich nämlich im schlimmsten Fall 1 zu 1 darauf und wird gegebenenfalls unachtsam, weil er denkt zu wissen, dass der Gegner an der genannten Position verweilt. Aber das ist ein Irrtum. Der Gegner kann derweil sich bewegt haben. So kann ein Push so schnell vorbei sein, wie er begonnen hat, schlimmsten Falles endet dieser mit einem Verlust im eigenen Team und das hätte vermieden werden können.
Wird lediglich gecallt, dass der Gegner sich in Armory befindet, bleibt der Teammate weiterhin konzentriert und achtet auf das gesamte Geschehen um und in dem Raum, so liegen die Erfolgschancen direkt viel höher.

3. Richtiger Zeitpunkt
Der richtige Zeitpunkt beim Callen ist in jedem Falle spielentscheidend oder kann es werden. Sollte ein Gegner beispielsweise zum Pushen ansetzen oder beginnen eine Aktion auszuführen, wie zum Beispiel das Öffnen einer Wand, dann kann dies gecallt werden. Dieser Call rettet dann im Zweifelsfall das Leben einzelner oder mehrerer Teammates und unter Umständen sogar das Endergebnis der Runde für das gesamte Team.

Wenn ein Spieler in einer Extremsituation steckt, zum Beispiel einem 3 vs 1 steckt, sind CallOuts im falschen Moment kontraproduktiv bis tödlich. Es empfiehlt sich stets abzuwägen, ob es im Moment sinnvoll ist zu callen, oder eben nicht, um den Spielfluss des Kollegen nicht zu behindern.
In einer solchen Lage werden oft Informationen gecallt, die dem betroffenen in seiner sogenannten “Clutch-Situation” meist ohnehin schon bewusst sind. Bestenfalls stören die folgenden Calls die Konzentration und der Spieler wird “taub” und nimmt seine Umgebung nicht mehr aufmerksam wahr. Im schlimmsten Falle führt dies zur Niederlage der Runde beziehungsweise des Clutchs.

Deshalb ist es wichtig, sich die Frage zu stellen, ob der Call welchen man tätigen will, sinnvoll ist und vor allem zum geplanten Zeitpunkt produktiv ist.

4. Zielorientiertes Callen
Zielorientiertes Callen bedeutet im Endeffekt, das man die Relevanz der Calls für seine Teammates abschätzt und danach entscheidet, ob die Information die gecallt werden soll, für den zu informierenden Spieler in seiner jetzigen Situation relevant ist und sein Gameplay beeinflussen wird.

Sollte sich beispielsweise Ash auf einem Flur im dritten Stockwerk eines Gebäudes befinden und ihre Ästhetik zum besten geben, ist es für sie nicht relevant zu wissen, dass im Keller Caveira roamt und dort ihre Spielchen treibt. Diese Information wird für Ash erst interessant, wenn Caveira sich in den zweiten oder dritten Stock bewegt oder Ash sich selbst auf dem Weg nach unten befindet.
Ansonsten sind dies für Ash in dem Moment unnötige Informationen, welche Unruhe in das Gameplay bringen können und eventuell wichtigen Calls den Raum nehmen.
Im Zweifelsfall ist es kontraproduktiv, da Caveira bereits über die halbe Map rotiert sein könnte und Ash damit gerechnet hat, dass sie sich im Keller befindet. Und dies könnte dann Ash beim Betreten des zweiten Stocks schmerzhaft bewusst werden, nachdem sich Caveira mit ihrem Messer über sie gebeugt hat.

Zielorientiert bedeutet im Beispiel: “Kein Activ-Bandit”, dann kann Thermite ohne Bedenken seine Charges anlegen und öffnen. “Garage clear” oder “Jäger Meeting” sind weitere Beispiele. Calls wie “Caveira war eben im Keller, die geht glaube ich nach oben”, oder “Mira ist glaube ich noch hinter ihrem Fenster” oder “Jäger war in Meeting, der ist irgendwo da vorne” sind genau das Gegenteil von zielorientierten Calls Denn sie vermitteln Informationen die zu viel Zeit in Anspruch nehmen, zu ungenau sind und sie verhelfen keinem Teammate dabei eine schnelle Entscheidung zu treffen, die eigene Position zu ändern oder eine aktive Handlung durchzuführen wie zum Beispiel einen Eingang zu öffnen oder einen anderen Winkel zu sichern oder einen bestimmten Bereich zu pushen. Keiner der oben genannten Calls ist Sinnvoll nutzbar. Ein weiteres Beispiel ein Verbündeter der in ein Gebäude eindringt auf der A Seite muss über die Gefahren in seiner unmittelbaren Umgebung informiert werden und die sich dort befindlichen feindlichen Spieler . Es ist Sinnfrei diesen Spieler zu informieren das an dem Entferntesten Punkt von seinem Eingang in das Gebäude (die B Seite) , Gefahr von einem feindlichen Spieler droht , denn das hat in seiner Aktuellen Lage kurz nach dem eindringen keine bis minimale Bedeutung. Wenn man ihm jetzt sagen könnte das sich im Nebenraum ein Gegner aufhält wäre dies Ziel orientiert den er kann sich entscheiden und dann entsprechend der Lage vorgehen. Bei Operator die mit einem Gadget die Decke oder den Boden Öffnen können , brauchen , eine genaue Angabe der Position eines Gegners über oder unter ihnen zum Beispiel “One kitchen Hallway” oder “Trophy Dropper”.

5. Ruhiges Callen
Wie man immer so schön zu sagen pflegt: “Der Ton macht die Musik”. Und da dies ein wichtiger Aspekt der allgemeinen Kommunikation zwischenmenschlicher Beziehungen ist, spielt er auch im taktischen Gameplay eine Rolle bei der Absprache unter den Teammitgliedern.
Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass Calls ruhig gemacht und ausgesprochen werden. Denn ist man aufgeregt und gestresst, schwingt dies oft ungewollt mit in die eigene Aussprache über, wodurch die Stimmung anschließend auch auf die Teammates übertragen werden kann. In diesem Falle wirkt sich das kontraproduktiv auf das Gameplay des Teams aus.

Nichtsdestotrotz funktioniert das Prinzip im positiven sowie im negativen Sinne.
Wenn man aufgeregte Callouts an einen Roamer gibt, welcher gerade unter Stress steht und angespannt ist, führt es vermutlich dazu, dass dieser weiter verunsichert wird und gegebenenfalls überhastet handelt und eine falsche Entscheidung infolgedessen trifft. Gleiches gilt für die Teammitglieder die auf Spot spielen, die Stimmung schwingt über. Gleiches gilt im Angriff. Auch hier kann die Teamstimmung negativ beeinflusst werden, Unruhe entsteht, die Teammitglieder werden nervös, die Konzentration ist gestört.
Dennoch funktioniert dies im positiven Sinne ebenso. Strahlen die Teammitglieder in ihren Callouts eine gewisse Ruhe und Gelassenheit aus, wirkt sich dies positiv auf die Teammates aus, die Konzentration ist gegeben.

6. Zusatz: Team-Flow
Der Team-Flow spielt auch im Bereich des Gamings einen sehr entscheidenden Faktor. Unter “Team-Flow” versteht man den Gefühlszustand eines Teams beziehungsweise einer Gruppe.
Denn egal in welchem Spiel, egal mit welchen Leuten: ist die Moral im Keller, steht die Niederlage im nächsten Atemzug direkt vor der Tür.
Wenn die Stimmung im Team kippt, droht die Katastrophe. Mannschaftsgeist/Team Flow spielen in den meisten Teams eine tragende Rolle, egal in welchem Sport oder sogar im Arbeitsleben, welches man als Team bestreiten kann.

Hat man jemanden im Team, der die ganze Zeit positiv eingestellt ist, wird er diese Stimmung bewusst oder auch unbewusst verbreiten. Das hilft und hebt die allgemeine Moral. Die Mitspieler haben Spaß, sind entspannt und motiviert.
Hat man allerdings jemanden, der die ganze Zeit über schreit, sich aufregt, flamed oder demotiviert ist, führt es dazu, dass der Team-Flow abbricht oder stark gestört wird. Die Mitspieler verkrampfen sich und legen Scheuklappen an. Dann beginnen sie Entscheidungen von dem falschen Standpunkt aus zu treffen.
Den gleichen Effekt erzielt Kritik an einem Teammitglied während einer laufenden Partie. Dies sind beides absolute “No-Go’s” und sollten während eines laufenden Matches unbedingt vermieden werden.




Epilog:
Dieser Text ist als Hilfestellung für Anfänger und Fortgeschrittene Spieler gedacht. Die Tipps werden nicht jede Eventualität des Spiels abdecken können, doch werden die Kernpunkte zusammengefasst.
Der Inhalt, sofern er verinnerlicht wurde, kann als “Werkzeug” eingesetzt werden, um das Team- und Gameplay zu verbessern.
Dieser Text vermittelt Grundlagen der Kommunikation. Er zielt darauf ab, die Kommunikation zu verbessern und zu einem besseren Verständnis zu erläutern.


Erstellt von Satellite und Taker


Benutzeravatar
Stinger
Lebende Foren Legende
Lebende Foren Legende
Beiträge: 1424
Registriert: Do 25. Jan 2018, 20:15
Wohnort: Saarland <3
Kontaktdaten:
[AiR] Sting3r’s avatar
Loading…

Sa 19. Mai 2018, 21:20

Sehr Nice, schön gemacht Satellite und Taker !
Benutzeravatar
Angelo
stattlicher Poster
stattlicher Poster
Beiträge: 276
Registriert: Fr 26. Jan 2018, 16:35
Wohnort: Verl

So 20. Mai 2018, 12:04

Nice Nice
Benutzeravatar
Faustrecht
Handlanger
Handlanger
Beiträge: 102
Registriert: Do 26. Apr 2018, 19:43
Wohnort: Hildesheim
AiR-Faustrecht’s avatar
Loading…

Mi 23. Mai 2018, 17:13

Fein gemacht ihr typen
Spielersuche
Antworten

Zurück zu „Allgemein“