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Ungarn (19.01.20)

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dipling
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Mo 12. Aug 2019, 14:38

Ungarn GP: Hungaroring, Budapest

Der Hungaroring war mit seinem sehr speziellen Layout seit jeher eine besondere Herausforderung im GP-Kalender - gerade was den Rennsonntag anbelangt. Mit den Boliden der Generation 2017 ist es für die Piloten gleich nochmal eine ganze Ecke anspruchsvoller geworden. Bot die Rennstrecke nahe Ungarns Hauptstadt ohnehin schon wenig Platz zum Überholen, geht es seit 2017 noch enger zu.

Der in seiner heutigen Form 4,381 km lange Hungaroring wurde 1986 eröffnet. Seitdem ist der von Istvan Papp konzipierten Kurs nordöstlich von Budapest ein fester Bestandteil des Rennkalenders. Abgesehen von einer Verlängerung der Start- und Zielgeraden im Jahr 2003 um 202 Meter ist das Layout der Rennstrecke nach wie vor identisch mit seinem Ursprung. Zur Saison 2016 wurde zuletzt die Asphaltdecke rundum erneuert.

Das Layout des Hungarorings
Ansonsten sind natürlich die meisten Kiesbetten in den vergangenen Jahren asphaltierten Auslaufzonen gewichen, wodurch Fehler auf dem technisch anspruchsvollen Kurs mit seinem gewöhnlich sehr staubigen Asphalt weniger hart bestraft werden als in der Vergangenheit. Insgesamt gibt es auf dem Hungaroring 14 Kurven, von denen acht Rechts- und sechs Linkskurven sind. Mit einer Länge von 908 Metern ist die Start-und Zielgerade die längste Gerade auf der Strecke, anderen Ende sich mit Turn 1 die beste Überholmöglichkeit bietet.

Beim Anbremsen erreichen die Autos dabei bis zu 4,8 g. In der darauffolgenden Kurve sind ebenfalls Überholmanöver möglich, vor allem für einen Konter bietet sich Turn 2 an. Danach folgt das kurvige Innfield. Turn 4 ist wohl die anspruchsvollste Kurve auf der gesamten Rennstrecke. Die Anfahrt erfolgt auf einem Bergauf-Stück und der Scheitelpunkt ist für die Fahrer dadurch nicht zu sehen. Danach folgen langsamere Passagen, welche den sehr technischen Charakter des Hungarorings ausmachen.

In der Schikane, den Kurven 6 und 7, bietet sich erneut eine Überholmöglichkeit. Der Angriff auf den Gegner ist hier allerdings mit einem hohen Risiko verbunden, da der Platz an dieser Stelle mehr als begrenzt ist. Ein Manöver ist zudem nur möglich, wenn der Vordermann entweder einen gravierenden Pace-Nachteil hat oder in Kurve fünf einen groben Schnitzer einbaut.

Die Technik in Budapest
Aufgrund der wenigen harten Bremszonen muss die MGU-K der Power Units gut abgestimmt sein, um trotzdem möglichst viel Energie zu speichern. Unter dem Strich werden lediglich 14 % der gesamten Runde auf der Bremse absolviert. Auf der anderen Seite wird der Motor auf dem Hungaroring mit lediglich 55 % Vollgas-Anteil auch nur in Maßen gefordert. Mit 1,5 kg pro Runde ist auch der Spritverbrauch sehr gering.

Die Kurven des Hungarorings sind seit jeher ein Gradmesser für das Chassis der Boliden, weshalb sich vor allem Teams wie Red Bull und McLaren Chancen ausrechnen, die Abstände zu verringern. Die Top-Teams sind aber auch in Budapest zumeist der Favorit. Außenseiter dürfen sich eher Chancen ausrechnen, wenn Regen das Feld ordentlich durchmischt.

Die härteste Belastung geht in Budapest erfahrungsgemäß von den hohen Temperaturen aus, die sowohl dem Material als auch den Piloten zusetzen. Vor allem die Reifen leiden in der Hitze Budapests. Reifenmanagement kann in der Pirelli-Ära bei heißen Temperaturen den entscheidenden Unterschied machen.


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